Dienstag, 26. April 2011

my accident - the day part 6

Teil 6
Ich quaele meinen Roller die unzaehligen Anstiege hinauf und erstarre auf jeder Kuppe wiederrum vor Ehrfurcht bei diesem Anblick. Waehrend ich gemuetlich durch eine Senke tucker, ueberholt mich ein Auto und haelt in Rufweite an. Ein Thailaendischer Familienvater kurbelt das Fenster runter und fragt mich wo her ich komme und wohin ich will. Etwas verdutzt gebe ich die Antwort, denn ich sehe weder hilfsbeduerftig aus, noch hab ich irgendwie auf mich aufmerksam gemacht. Ohne, dass ich frage erzaehlt er mir von den besten Aussichtspunkten, zeigt mir die Tempel und Tankestellen auf der Karte und bietet mir Wasser und Obst an. Nach 10 Minuten freundlicher und informativer Unterhaltung machen sich der Herr und seine Famile auf und fahren weiter Richtung Gipfel. Ich stehe noch eine Minute verloren auf der Strasse und frage mich strahlend, wo es noch so liebe Menschen gibt.
Nach 20 weiteren Minuten Ausblick und Frischluft pur erreiche ich endlich ein Schild, dass mir die Entfernung zum Gipfel und die ersten Aussichtspunkte anzeigt. Ich gebe meinem Benzinpferd die Sporen und halte nur, als ich ein riesiges Blumenfeld abseits der Strasse entdecke. Neugierig geworden durch die Farbenvielfalt halte ich abrupt an und schlage mich durchs Unterholz, bis ich am Rand einer Fusballfeld-grossen Wiese stehe. Der Geruch ist die reinste Reizueberflutung und ich versuche erst gar nicht, die Szenerie mit meiner Kamera anzufangen. Als ich realisiere, dass ich alleine, vertraeumt vor einer Blumenwiese stehe, packe ich schleunigst meine Sachen und mach, dass ich wegkomme. Vielleicht gibt es auch deshalb keine Bilder...
Zwei Steigungen und drei Kurven und ich habe den ersten "Aussichtspunkt" endlich vor mir. Links zur Strasse ragt ein steiler Felsblock gut 10 Meter senkrecht in die Hoehe. Eher unbeholfen sind Stufen in seine  Seite geschlagen und verschwinden aufwaerds in der Felsstruktur. Ich parke jenseits der Leitplanke und mache mich an den Aufstieg. Oben flacht der Fels zu einem Plateau ab und erlaubt den Ausblick ueber eine kilometerweite Berg- und Waldlandschaft. Wolkenverhangen liegen die Berhaenge in der Nachmittagssonne und es ist so friedlich, als waere die Zvilisation hier ausgeblendet. Ich setze mich auf die Felsen und ess und trinke erstmal bei diesem Aublick, bevor ich mich auf meiner Jacke ausbreite und einfach liegend ueber die Landschaft gucke.
Geschuetzt ist die natuerliche Plattform auf der einen seite durch broeckelige Reste einer Minimauer, die schon vor Jahren eingestuerzt sein muss. Zur Strassenseite hin bilden ein rostige Coladosen und Plastiksaecke die natuerliche Grenze. Ich muss schmunzelnbei dem Gedanken, was ein deutscher Gutachter dazu sagen wuerde und beisse in mein Schinkensandwich. Nach 20 Minuten habe ich den Blick ausgekostet und bin hungrig nach mehr. Stotternd springt der Roller an und es geht auf zur letzten Etappe zum hoechsten Punkt

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