Teil 1
Es ist Punkt acht Uhr, als mein Wecker diesen Sonntag klingelt. Langsam wälze ich mich Richtung Bettkante und drücke unbeholfen auf dem Tastenfeld herum. Meine Gedanken sammeln sich und ein vorfreudiges Kribbeln breitet sich in meinem Magen aus, als mir klar wird, dass Sonntag ist und ich frei habe.
Allein das Gefühl, einfach im Bett bleiben zu können reicht, um mich aus den Federn zu treiben und ich schlüpfe unter die Dusche.
Es ist nicht das frei haben, dass mich glücklich stimmt sondern, was ich mit meiner Freizeit vorhabe. Heute ist mein einziger "day-off" dieses Wochenende, denn Kathrin besucht mich drei Tage und ich habe getauscht, damit ich dann nicht arbeiten muss.
Nebelverhangen liegt Chiang Mai vor meinem Fenster im achten Stock und das Suthebgebirge ist kaum zu erkennen. Perfekt für eine lange Tour mit dem Roller denke ich grinsend, denn das ist es, was ich vorhabe und da kann ich keine sengende Sonne gebrauchen.
Seit ein paar Tagen habe ich mir vorgenommen, hingegen mehrerer Warnungen und Bedenken, Thailands höchsten Berg mit dem "Motorcycle" zu erklimmen. Nach Erkundigungen und Kartenarbeit mit meinen lieben Concierge-Kollegen stehen Route und Ziel fest und ich muss nur noch frühstücken und den Scooter mieten. Sie haben mir gesagt, es sei keine gute Idee, diese Tour mit dem Motorroller zu unternehmen. Es sei sehr lang und der Berg sei gefährlich meint Pi Nai tags zuvor, doch nach sechs oder sieben Tagestouren mit dem Roller halte mich für gewappnet und grinse abwinkend. Es ist lieb von ihnen denke ich, doch ich vertraue wie immer und ungeachtet anderer, einer Person am meisten und das ist Christoph Hansen-Hagge.
Nach der Dusche leere ich meine Tasche und packe sie für meinen Ausflug. Neben Badehose und Handtuch nehme ich nur ein Ersatzshirt, meinen Schal und mein Portmonee sowie meinen Reisepass mit, den ich brauche, um den Roller zu mieten.
Das Restaurant ist angenehm leer, als ich um halb neun den Saal betrete. Wie immer gibt es frisches Müsli und davor ein Omelette, doch ich habe eine lange Fahrt vor mir und weiß nicht, wann ich wieder etwas in den Magen bekomme. Also gehe ich noch einmal und genehmige mir einen Muffin und ein kleines Stück Frühstückskuchen. Als ich den letzten Happen im Mund habe, kommt ein deutscher Gast auf mich zu und fragt mich nach einem Gefallen. Seine Frau habe etwas in der Wäsche verloren und es müsse nun in der Wäscherei sein. Ich trinke noch einen Schluck Kaffee und mach mich auf den Weg zur Rezeption, um die Reinigung für den Gast anzurufen. Am Schalter steht Unyamanee, meine Managerin und Mentorin und grinst mich wie immer halb mürrisch, halb erwartend an; "Whatttt?" Ich grinse ebenfalls und erklär ihr das Anliegen des Gastes.
Bevor ich mit guten Neuigkeiten für Herrn H. ins Restaurant zurückkehre, fragt Unya nach meinen Plänen und ich erzähl ihr von dem Ausflug. "You shouldn't do that Christoph" höre ich wieder und verziehe das Gesicht gespielt gereizt. "Why not" frage ich mehr rhetorisch und kriege die Standardantwort " Cause its along way and its dangerous."
I sort of managed to understand it.
AntwortenLöschenBring it on with the next part, getting curious!
Take care X
Bisse Jeck !? Kannst doch nicht mitten in der Geschichte aufhören!
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