Donnerstag, 31. März 2011

my accident - the day part 3

Teil 3

Große Dinge erscheinen auch aus der Ferne groß und so bin ich nach einer weiteren Stunde noch immer nicht in den Bergen. Ich hab mir allerdings auch vorgenommen, die Mae Ya Wasserfälle anzugucken, die fast auf der Route liegen und zu den schönsten Thailands gehören Sollen. Also verlasse ich die Hauptstraße und biege auf einen kleinen Teerweg, der laut Schildern zu den Fällen führt. Die Landschaft ist so beeindruckend und schön, dass ich kurz Pause machen muss, um Kathrin anzurufen. Sie klingt erleichtert am Telefon und wir erzählen kurz. Zum Abschluss warnt sie mich erneut, nicht zu schnell zu fahren und sagt, sie mache sich Sorgen. Die Art wie sie es sagt, macht mich nachdenklich und ich beschließe, ab jetzt eher gemächlich zu fahren.
Es ist 11 Uhr morgens, als ich am Eingang des Nationalparks erscheine und ich bin der einzige Interessent. Misstrauisch frage ich den nudelkauenden Mann an der Kasse, ob die Fälle im Moment überhaupt Wasser führen, bevor ich bezahle. "Always water" sagt er grinsend und entblößt eine Reihe schiefer, gelber Zähne, zwischen denen noch seine halbe Mahlzeit hängt. "Wehe, wenn nicht Freundchen" denke ich zweifelnd und steige wieder auf den Scooter.
Hoch und runter führt die Straße in Serpentinen den Berg entlang. Schon nach wenigen Minuten höre ich es rauschen und bekomme ein schlechtes Gewissen, weil ich so misstrauisch war. Thais sind das ehrlichste Volk, das mir begegnet ist und haben mein Vertrauen mehr als verdient.
 Als ich um eine Kurve biege, bremse ich erschrocken, denn direkt vor mir auf der Straße wandert eine kleine Herde Wasserbüffel ( Photo ) mitten auf dem Asphalt entlang. Verdutzt schaue ich mich nach einem Treiber oder Aufpasser um, doch außer mir ist kein Mensch da. Ich fange an zu lächeln, als mir bewusst wird, was ich hier sehe und beschließe,heranzufahren, um das Kalb zu streicheln. Beim Anblick von Mamas Hörnern verwerfe ich diese Idee jedoch ganz schnell wieder und schleiche in gebührendem Abstand drum herum. Die Tiere interessieren sich nicht im geringsten für mich oder meine Rollerhupe und wandern gemütlich weiter mitten auf der Straße.  Es dauert zehn Minuten, bis ich es wage zu passieren und  muss grinsen angesichts so viel sturer Gemächlichkeit. Das Rauschen wird lauter und meine Vorfreude ist groß, als ich um die nächste Kurve biege. Endlich bin ich da.
Der erste Wasserfall liegt unterhalb des Parkplatzes und ich stelle den Roller an den Straßenrand. Vorsichtig kletter ich die Böschung hinunter und stehe dann am Rande des Flussbettes. Die Seiten des Laufs sind trocken und die glatten Felsen, in Jahrhunderten geschliffen vom Tauwasser des Inthanon, ragen mir einladend entgegen. Ja sie schreien geradezu nach einer Kletterpartie und natürlich sage ich nicht nein.

Mittwoch, 30. März 2011

my accident - the day part 2


Teil 2

Gut hundert Kilometer sind wirklich lang mit einem Roller, aber das Ziel ist es wert und wo bleibt der Spaß, frage ich mich. " I'll be careful" sage ich leichthin und lächele besänftigend.
Es mag ja sein das es lang und gefährlich ist, denke ich bei mir, doch ich werde aufpassen und was soll passieren? Außerdem liegt zwischen Auto und Zweirad ein himmelweiter Unterschied.
Wer einmal mit dem Roller durch die Berge gefahren, kennt das Gefühl Alles "echter" zu erleben. Durch nichts von der Natur getrennt sein, durch die man sich bewegt. Alles riechen, hören und schmecken ohne Stahl, Fenster und stickige Klimaanlagenluft um einen herum. Man verpasst nichts und wenn um die nächste Kurve ein einmaliger Ausblick wartet, bremst man einfach und hält kurz inne. Natürlich ist auch der Fahrtwind herrlich bei der Sonne und man kann sich dreist zwischen den Autos im Stadtverkehr hindurch quetschen; genau das Richtige für einen Bruder Leichtfuß wie mich.
Also nehme ich auch die Warnung meiner Front Office Managerin wieder nicht ernst und mache mich auf den Weg zum Rollerverleih. Als Dauergast begrüßt man mich wärmstens und das ausfüllen der Formulare dauert nur zwei Minuten. "Mein" Roller ist nicht da, doch da der Weg weit ist, nehme ich einfach ein schnelleres Model. Als ich erzähle, wo es hingeht, erinnert die kleine Thai mich, dass es kalt wird im Gebirge und rät mir, eine Jacke mitzunehmen. Es bleibt das erste und einzige Mal, dass ich an diesem Tag auf fremde Ratschläge höre und es ist mein großes Glück, wie ich später begreifen werde.
Mit dem Roller fahre ich zurück zum Hotel und wühle meine Jacke aus dem Koffer sowie einen Pulli. Bevor es Richtung Inthanongebirge geht, tanke ich noch und prüfe Reifen und Bremsen. Endlich geht es los und ich folge dem Motorway Richtung Süd-Westen.
Mit zunehmender Entfernung zu den Touristengebieten und dem Stadtkern verändert sich das Bild abseits der Straße. Aus mehrstöckigen Betonbauten werden erst einfache Häuser, dann Lehmhütten und Holzverschläge. Aus großen Kreuzungen und den klobigen Hochhausfassaden werden Palmenheine und Reisfelder, doch die Straße ist nie einsam. Rechts und links reihen sich Wohnhäuser, Lagerhallen und kleine Läden aneinander. Staubige Sandwege verlassen hier und da die Hauptstraße in die weitläufige Weidelandschaft und im immer Hintergrund die Berge. Es ist ein wenig bizarr, wie sehr sich das Leben der Menschen hier von dem der Innenstadtbewohner unterscheidet. Mit dem Auto sind es nur 30 Minuten, doch ist es eine andere Welt.
Als ich nach einer Stunde Fahrt an einer Tankstelle halte, guckt man mich überrascht an. Das ewig lächelnde, kommerzielle Interesse der Städter ist wie weggeblasen und die Menschen sind freundlich, aber distanziert und zurückhaltend. Als ich vor die Tankstelle verlasse, sehe ich in der Ferne zum ersten Mal einen riesigen Berg und weiß, ich habe mein Ziel vor Augen. Zügig setze ich mir wieder Helm und Sonnenbrille auf und fahre weiter. Die Straße ist gut ausgebaut und ich hole alles aus meiner Yamaha, was der kleine Motor hergibt. Der Wind klatscht mir die Fliegen gegen Sonnenbrille und Schal und ich bin schon jetzt froh, die Jacke zu haben. Innerlich beglückwünsche ich mich zu meiner Ignoranz: "Gut, dass du auf dich gehört hast, Christoph."

Dienstag, 29. März 2011

my accident - the day Part1


Teil 1

Es ist Punkt acht Uhr, als mein Wecker diesen Sonntag klingelt. Langsam wälze ich mich Richtung Bettkante und drücke unbeholfen auf dem Tastenfeld herum. Meine Gedanken sammeln sich und ein vorfreudiges Kribbeln breitet sich in meinem Magen aus, als mir klar wird, dass Sonntag ist und ich frei habe.
Allein das Gefühl, einfach im Bett bleiben zu können reicht, um mich aus den Federn zu treiben und ich schlüpfe unter die Dusche.
Es ist nicht das frei haben, dass mich glücklich stimmt sondern, was ich mit meiner Freizeit vorhabe. Heute ist mein einziger "day-off" dieses Wochenende, denn Kathrin besucht mich drei Tage und ich habe getauscht, damit ich dann nicht arbeiten muss.
Nebelverhangen liegt Chiang Mai vor meinem Fenster im achten Stock und das Suthebgebirge ist kaum zu erkennen. Perfekt für eine lange Tour mit dem Roller denke ich grinsend, denn das ist es, was ich vorhabe und da kann ich keine sengende Sonne gebrauchen.

Seit ein paar Tagen habe ich mir vorgenommen, hingegen mehrerer Warnungen und Bedenken, Thailands höchsten Berg mit dem "Motorcycle" zu erklimmen. Nach Erkundigungen und Kartenarbeit mit meinen lieben Concierge-Kollegen stehen Route und Ziel fest und ich muss nur noch frühstücken und den Scooter mieten. Sie haben mir gesagt, es sei keine gute Idee, diese Tour mit dem Motorroller zu unternehmen. Es sei sehr lang und der Berg sei gefährlich meint Pi Nai tags zuvor, doch nach sechs oder sieben Tagestouren mit dem Roller halte mich für gewappnet und grinse abwinkend. Es ist lieb von ihnen denke ich, doch ich vertraue wie immer und ungeachtet anderer, einer Person am meisten und das ist Christoph Hansen-Hagge.
Nach der Dusche leere ich meine Tasche und packe sie für meinen Ausflug. Neben Badehose und Handtuch nehme ich nur ein Ersatzshirt, meinen Schal und mein Portmonee sowie meinen Reisepass mit, den ich brauche, um den Roller zu mieten.
Das Restaurant ist angenehm leer, als ich um halb neun den Saal betrete. Wie immer gibt es frisches Müsli und davor ein Omelette, doch ich habe eine lange Fahrt vor mir und weiß nicht, wann ich wieder etwas in den Magen bekomme. Also gehe ich noch einmal und genehmige mir einen Muffin und ein kleines Stück Frühstückskuchen. Als ich den letzten Happen im Mund habe, kommt ein deutscher Gast auf mich zu und fragt mich nach einem Gefallen. Seine Frau habe etwas in der Wäsche verloren und es müsse nun in der Wäscherei sein. Ich trinke noch einen Schluck Kaffee und mach mich auf den Weg zur Rezeption, um die Reinigung für den Gast anzurufen. Am Schalter steht Unyamanee, meine Managerin und Mentorin und grinst mich wie immer halb mürrisch, halb erwartend an; "Whatttt?" Ich grinse ebenfalls und erklär ihr das Anliegen des Gastes.
Bevor ich mit guten Neuigkeiten für Herrn H. ins Restaurant zurückkehre, fragt Unya nach meinen Plänen und ich erzähl ihr von dem Ausflug. "You shouldn't do that Christoph" höre ich wieder und verziehe das Gesicht gespielt gereizt. "Why not" frage ich mehr rhetorisch und kriege die Standardantwort " Cause its along way and its dangerous."

Montag, 28. März 2011

My trip to Doi Inthanon

As pormised I will will blog in detail about this trip which led to my accident. It will be in German so sorry to my foreign follwers. I hope you are happy with the pictures this time.

Doi Inthanon

Samstag, 26. März 2011

Hello again :)

Yes I am back. To explain my self; I had a scooter accident on my trip to Thailands highest mountain two weeks ago and on this accident I broke my thumb, so I was not really able to type. No worries I am fine and back to work for one week already but the cast kept me away from writing big stories.
Life around here is still very good. The hotel took very good care of me after the accident and I never felt like beeing left alone or overwhelmed by the situation. To honor this and to thank all the people that helped me, I decided to write a detailed blog about that day when it happened, but this will unfortunately be in German (my appologies). Anyways the trip was very nice until that happening and my camera luckily survived the crash so I will also post some pictures about the stunning landscapes of doi inhternon around here.
The hotel is quite empty after the peak months of February and March. I work at service senter at the moment and serve people with in-room dining, wake-up calls, all kinds of questions and coordinate the guest wishes to the matching departments. Kahtrin and I started planning our travel month in July and it makes me so excited, that I cannot wait eventhough I am having a great time right now as well. By the end of April we will go to Siem Reap in Cambodia to extend our Visa. As I am a member of Starwood, we are priviledged to stay at LeMeridien Siem Reap, a beautiful 5-Star facility with view to the Angkhor temple ( Tomb Raider movie ) for only 20€ per night and person.

Three days ago I sat in my room on the seventh floor after the shift and was reading an article about the earthquake in Japan. Suddenly the whole building startet shaking and groaning and I first thought this is kind of a bad joke of my imagination before I realized, that it was really happening. I think I must have turned pretty pale and jumped under my desk. The 6.8 earthquakefrom the mountains of Myanmar lasted some seconds and we had three big shocks in total. An expericence I d like to avoid in my future, but we experienced no damage and everything is fine here.

As I am unable to do trips a the moment, I will use my free days to write application letters for my second internship and enjoy reading and watch Formula one. A seperate blog together with the pictures of my trip will be published tomorrow.


Sawadeee so far and I hug you all

Christoph